“Der Faire Handel muss in einem Entwicklungskonzept eingebettet sein, damit er Sinn hat.“
Die bäuerliche Landwirtschaft ist eine sinnvolle Weise Arbeitsplätze zu schaffen, soziale Kontakte zu stärken und die natürlichen Ressourcen zu bewahren. Der Faire Handel kann zur Umsetzung dieser Ziele beitragen.
Geografische Isolation, niedrige Produktionsmengen, Ausschluss aus Kreditsystemen und Anfälligkeit für Schwankungen der Marktpreise sind nur einige der Schwierigkeiten, denen sich kleine Produzenten ausgesetzt sehen. Sie sind zahlreich und agieren wenig organisiert in einem Markt, in dem die Verhandlungsmacht in den Händen einiger weniger liegt. Daher können viele Produzenten die Bedürfnisse der Familie nicht befriedigen und Landflucht bleibt oftmals der einzige Ausweg, um zu überleben.
Da der Faire Handel einen gerechten Preis garantiert, ermöglicht er, dass Bauernorganisationen stärker werden und die Umwelt respektieren. Er stellt somit einen reellen Anreiz zur Entwicklung dar. ETHIQUABLE engagiert sich fest bei den Produzentenorganisationen und teilt mit anderen Akteuren der internationalen Solidarität eine Vision der ländlichen Entwicklung, die auf dem Modell bäuerlicher Entwicklung basiert.
Diese ermöglicht tatsächlich die Landflucht zu bremsen, die Identität der ländlichen Bevölkerung und der biologischen Vielfalt zu bewahren sowie den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt.
Versprechen Nr. 1: Unterstützung der bäuerlichen Landwirtschaft und ihres Know-Hows In Zeiten, in denen Hungerrevolten ausbrechen, wird die bäuerliche Landwirtschaft neu entdeckt. Sie vertritt 2,5 der 6,2 Milliarden Menschen, die auf der Erde leben. Diese Kleinproduzenten bewahren die biologische Vielfalt und die Ökosysteme: sie bearbeiten die natürliche Umgebung auf nachhaltige Weise dank ihrer Kenntnisse der lokalen und traditionellen Ökologie. Sie bedienen die Bedürfnisse lokaler Märkte, wenn diese nicht in direktem Wettbewerb mit internationalen Märkten stehen, die von Intensiv-Landwirtschaft dominiert werden. Die Kleinbauern sind in der Lage zu exportieren wenn Sie Hilfe und Unterstützung erhalten. Diese Exporte erwirtschaften wichtige Devisen für die lokalen Gemeinden. Mit Hilfe von Kooperativen stärkt diese Form der Landwirtschaft die lokale Identität und verhindert die Landflucht.
Versprechen Nr. 2: Ausgefallene Sorten und ungewöhnlichen Geschmack bewahren Vom roten Reis aus Thailand über die Quinoa aus Ecuador, den Rohzucker aus Peru bis hin zur Bourbon-Vanille von den Kormoren: die Suche nach authentischen Geschmackserlebnissen ist ein Motor für die Entwicklung der Produktbreite. Das kontinuierliche Aufspüren neuer Produkte zeigt die Dynamik und Innovation der Marke ETHIQUABLE. Die Auswahl der Produkte leitet sich vom Willen ab, gegen die Geschmacksverarmung vorzugehen und die Aromavielfalt zu erkunden, die jedes Stück Land, jede Anbauform und jede Pflanzensorte hervorbringen.
Versprechen Nr. 3: Den Produzenten des Südens einen Mehrwert verschaffen
Der Faire Handel muss vor allem seinen Beitrag zur Entwicklung der bäuerlichen Gemeinden leisten. Um dieses Ziel zu erreichen, verpflichtet sich das Unternehmen eine langfristige Handelspartnerschaft mit den jeweiligen Produzentengenossenschaften einzugehen. Es geht nicht nur darum, den Produzenten einen fairen Preis zu zahlen, sondern auch ihnen zu helfen neue Anbauprodukte und Absatzmärkte zu entwickeln, um so die Abhängigkeit von einem einzelnen Produkt zu begrenzen. Aus dieser Absicht heraus entstand beispielsweise das Marmeladensortiment. Dabei werden Obstsorten genutzt, die auf den Feldern der Kaffeebauern wachsen, aber mangels Marktzugang bisher nicht vermarktet werden konnten.
Versprechen Nr. 4: Auswahl von Produkten für eine größtmögliche Anzahl von Verbrauchern
Von Anfang setzten die Gründer von ETHIQUABLE auf möglichst viele Verkaufspunkte. Die Produzenten des Fairen Handels benötigen Marktzugang. Daher ist es unerlässlich, dass die Produkte dort verkauft werden, wo die Verbraucher auch kaufen, damit der Faire Handel spürbare Auswirkungen hat. ETHIQUABLE Deutschland sieht neben Weltläden und Biomärkten den gehobenen Lebensmitteleinzelhandel (ohne "hard Discount") als einen wichtigen Distributionskanal.
Was die Preispolitik betrifft, hat ETHIQUABLE Deutschland eine kostendeckende Spanne für die Produkte festgelegt. Gleichermaßen bittet ETHIQUABLE Deutschland seine Kunden, ebenfalls eine Begrenzung der Spanne für die Vermarktung der Produkte einzuhalten.