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Zutaten aus Genossenschaft Archives: Kaffee

NORANDINO – Kakao und mehr aus Peru



NORANDINO (ehemals CEPICAFE) ist eine Erfolgsgeschichte. Aus einer Vereinigung mit 200 Gründungsmitgliedern im Jahr 1995 ist inzwischen ein Verband geworden, dem mehr als 7.000 Familien angehören. Sie alle leben in der Sierra Piura, dem Teil der Anden im äußersten Norden von Peru.

NORANDINO ist zu einer echten Bauernbewegung geworden, die sich seit vielen Jahren auf den Fairen Handel und die Zusammenarbeit mit ETHIQUABLE stützt, um eine stabile Basis zu schaffen und ihr alternatives Modell auf- und auszubauen.
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Oro Verde – Kaffee aus Peru

Koka versus Kaffee



In den 1980er Jahren breitete sich der illegale Koka-Anbau in Peru stark aus. Der Drogenhandel hatte viele Amazonas-Regionen fest in der Hand. Lamas ist eine der Regionen, die besonders stark von dieser verheerenden Entwicklung betroffen war. Die Koka-Wirtschaft brachte viel Leid wie etwa hemmungslose Gewalt, die Abwanderung der jungen Generation und die Verschlechterung sozialer Strukturen mit sich. Wenn sich die Kaffeepreise verschlechterten, war die Entwicklung der Koka-Kulturen umso wichtiger. Denn die Bauern suchten nach Möglichkeiten, das Einkommensdefizit auszugleichen.

1999 entschied sich eine Gruppe von Produzenten, nach alternativen Lösungen zu suchen, um ihren eigentlich Reichtum, den hervorragenden Kaffee, aufzuwerten. So entstand das Kaffee-Projekt ORO VERDE (auf Deutsch: grünes Gold).

Der Kaffee: eine große Chance

Die Familien kultivieren auf den hoch gelegenen Anbauflächen etwa zwei Hektar Kaffee in Mischkultur mit Obst- und Waldbäumen. In den niedrigeren Zonen werden außerdem viele Nahrungsmittel wie Bananen, Maniok, Bohnen, Gemüse und Reis angebaut und auf kleinen Höfen Tiere gezüchtet. Jedoch ist der Kaffee in der Regel die einzige finanzielle Einnahmequelle der Familien. Die Böden der Region sind fruchtbar und größtenteils bewaldet. Dank der Höhenlage und der Feuchtigkeit der Amazonasgebiete zeichnet sich der Kaffee dieser Region durch ein einzigartiges Aroma aus.

Vereinigung zweier Ethnien

Die Gemeinschaft ORO VERDE vereint 1000 Kaffee-Kleinproduzenten in der Region Lamas am Rande der peruanischen Anden. Diese Region war früher nur sehr dünn besiedelt und schwer zugänglich. Die Urbevölkerung gehörte zur ethnischen Gruppe der Chanka und lebte seit langer Zeit auf den unterschiedlichen Höhen dieser bergigen Region, sowohl im tropischen Regenwald als auch in den hohen Bergregionen. Ein großer Teil der Region war damals mit Primärwald bedeckt und nur ein geringer Teil wurde für den landwirtschaftlichen Anbau genutzt.

Die landwirtschaftliche Erschließung der Region, die bis heute andauert, führte dazu, dass viele andine Bauern in die Lamas-Region einwanderten. Daher besteht die Genossenschaft ORO VERDE heute sowohl aus Siedlern aus den Anden als auch aus Mitgliedern der ethnischen Gruppe der Chanka, die ihre kulturelle Identität bewahren konnten. Sie sprechen Quechua, produzieren und tragen traditionelle Kleidung und verwalten ihr Territorium kollektiv.

Der Kaffee von ORO VERDE ist einer der aromatischsten Kaffees aus der Großregion Nor Oriente. Er zeichnet sich durch seine Ausgewogenheit aus lieblicher Note und feiner Säure aus. In einem nationalen Wettbewerb der besten Arabica-Kaffees gewann ORO VERDE einmal Gold und einmal Silber.

Ein stabiles Einkommen

Bei ihrer Gründung 1999 war die Genossenschaft noch nicht ins Fairhandels-Netzwerk eingebunden, aber dank der hohen Qualität konnten sie ihren Kaffee relativ lukrativ absetzen. Doch mit der Jahrtausendwende setzte die Kaffeekrise ein und stürzte weltweit viele Bauern ins Unglück. Aufgrund ihrer inzwischen erlangten Bio- und Fair-Trade-Zertifizierung hat ORO VERDE es jedoch geschafft, einen im Vergleich zu anderen Exporteuren erhöhten Exportpreis für ihren Kaffee zu realisieren. 2002 verkaufte sie ihren Kaffee im Durchschnitt für 0,74 US-Dollar pro Libra (453,6 Gramm), während der Durchschnittspreis der peruanischen Kaffee-Exporteure bei 0,50 US-Dollar pro Libra lag.

2004 gelang es der Kooperative, mehr als die Hälfte ihrer Produktion fair gehandelt und in Bio-Qualität zu verkaufen. Der Rest wurde auf dem konventionellen Markt verkauft. Während der Durchschnittspreis der peruanischen Kaffee-Exporteure in diesem Jahr bei 0,69 US-Dollar pro Libra lag, erreichte ORO VERDE einen Durchschnittspreis von 1,11 Dollar pro Libra, also beinahe doppelt so viel wie der konventionelle Marktpreis.

Im Zuge einer Kampagne hat ORO VERDE 2007 tatsächlich 100 Prozent seines Kaffees auf dem Fair-Trade-Markt verkauft, davon waren 70 Prozent der Produkte sowohl fair gehandelt als auch biologisch hergestellt.

Auch unter schlechten weltwirtschaftlichen Bedingungen konnte ORO VERDE den Produzenten einen 10 bis 15 Prozent höheren Preis als die Zwischenhändler in der Region bezahlen. Der garantierte Mindestpreis des Fairen Handels bewirkt, dass eine Mindestdifferenz zum konventionellen Kaffee-Preis bleibt, auch wenn die internationalen Kaffeepreise ansteigen. Um das Vertrauen der Produzenten zu erhalten, ist es wichtig, dass die Fair-Trade-Genossenschaften einen höheren Preis als die konventionellen Zwischenhändler bezahlen können.

Neben dem höheren Preis spielt auch die Vorfinanzierung der Ernten und die permanente Ausbildung und Beratung durch Fachleute der Genossenschaft eine große Rolle. Denn davon profitieren die Produzenten erheblich.

Höchste Qualität durch den Fairen Handel


Als sich die Produzenten auf den Anbau von Kaffee spezialisierten, investierten sie in Techniken zur Verbesserung der Qualität. Heute verfügt jede Familie über eigene Technik zum Schälen, Fermentieren, Waschen und Trocknen des Kaffees.

Die Familien konnten die notwendigen Geräte kaufen, weil die Genossenschaft ein eigenes Kreditsystem eingeführt hat. Außerdem wurden neun Techniker eingestellt, die von der Genossenschaft bezahlt werden und die bei der Inbetriebnahme der Maschinen behilflich waren.

Die heute erreichte Qualität des Kaffees liegt weit über den üblichen Standards der Region.

Demokratische Genossenschaft

Angesichts des großen ökonomischen Erfolgs der Genossenschaft hat es ORO VERDE auch geschafft, seine Mitgliederzahl erheblich zu erhöhen. Aus 56 Mitgliedern im Jahr 1999 sind 165 im Jahr 2000, 500 im Jahr 2005 und mehr als 1000 Mitglieder im Jahr 2007 geworden.

Innerhalb ihrer Organisationsstruktur hat die Genossenschaft eine Abstimmungsparität eingeführt. So ist nicht länger der Mann der einzige Repräsentant der Produzentenfamilie, sondern Mann und Frau werden gleichberechtigt in den Entscheidungsprozess einbezogen.

Neben den Eltern profitieren auch die Kinder von der landwirtschaftlichen Entwicklung. Die anspruchsvolle Koka-Wirtschaft verpflichtete die Kinder zur Arbeit. Nun können sie wieder in die Schule gehen, während sich die Eltern dem Kaffee widmen. Diese Veränderung verbesserte auch die Beziehung zwischen Eltern und Kinder. Außerdem werden zehn Prozent der Entwicklungsprämie für eine Mitglieder-Krankenversicherung verwendet.

Eine ökologischere und ertragreichere Landwirtschaft


Die Schaffung eines regionalen Verbotes der Waldabholzung fördert den Schutz der Artenvielfalt ebenso wie das staatliche Projekt «Fondo Bosque». Neu angelegte Baumschulen obliegen der Pflege von Familien und Gemeinschaften. Als natürliche Schattenspender findet man dort auch die kleinblättrigen «Shimbillo»-Bäume, Mahagoni und die ursprünglichen Zederbäume, die innerhalb von 5 Jahren 4 Meter hoch werden können.

ORO VERDE hat ein eigenes Umweltzentrum zur Ausbildung und Förderung junger Führungspersönlichkeiten in den Bereichen der Produktion, des Qualitätsmanagements und des Vertriebs eingerichtet.

Mehr als die Hälfte der Lamas-Region ist immer noch mit intaktem Primärwald bedeckt. Um ihn zu erhalten, ist es notwendig, die Kaffee-Erträge zu erhöhen und somit dafür zu sorgen, dass Primärwälder nicht unnötig zu landwirtschaftlichen Anbauflächen werden. Seit zehn Jahren engagiert sich die Genossenschaft in diesem Bereich.

Die Ausbildung und Beratung der Kaffeeproduzenten hat dazu beigetragen, ein nachhaltiges Agrarsystem zu entwickeln: Durch Ersatz der alter Pflanzen durch neue Pflanzen, die in den Baumschulen aufgezogen und ausgewählt wurden, kann eine höhere Produktivität erlangt werden.

Aufforstung erhöht Fruchtbarkeit

Um beste Bedingungen für die Fruchtbarkeit des Waldes sicherzustellen, werden schattenspendende Bäume gepflanzt und gepflegt. Die Bäume ziehen Mineralstoffe aus der Tiefe und die herabfallenden Blätter bilden eine natürliche Humusschicht, die den kleineren Kulturen diese Nährstoffe wieder zurückgibt.

Diese Agroforstwirtschaft erhält die Fruchtbarkeit der Böden, die auf diese Weise nicht mehr auf chemische Düngemittel angewiesen sind. Das erfordert zwar zusätzliche Arbeit, die Erträge sind jedoch doppelt so hoch wie bei herkömmlicher Agrarwirtschaft. Im Gegensatz zu 0,5 Hektar Kaffeeanbaufläche mit ungefähr 360 kg pro Hektar Ertrag früher, bauen die Produzenten von ORO VERDE heute im Durchschnitt auf 2,8 Hektar Kaffee an und ernten mehr als 800 kg Kaffee pro Hektar.

Mit diesem neuen Anbausystem haben sie die Fruchtbarkeit der Böden sehr erfolgreich gesteigert und können nun auf das veraltete und zerstörerische System der Brandrodung verzichten.

In aller Kürze

  • Partnerschafft seit 2003
  • 56 Kleinbauern gründeten die Genossenschaft, mittlerweile hat Oro Verde über 1000 Mitglieder
  • 1-3 Hektar Land pro Familie
  • Kultivierung nach Prinzip der Agroforstwirtschaft

Vor Ort

Unser Mitarbeiter Nicolas Eberhart (Agrarwissenschaftler) hat das Projekt mitinitiiert und begleitet es vor Ort.

Produkte von Oro Verde bei ETHIQUABLE

Weltkarte

SOPACDI – Kaffee aus dem Kongo



SOPACDI hat seinen Sitz in Kivu, einer Region im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo. Politische Krisen, Bürgerkriege und der Völkermord in Ruanda haben den Kaffee-Anbau in den vergangenen Jahren fast gänzlich zum Erliegen gebracht. Zahllose Kleinbauern haben dadurch ihre wirtschaftliche Perspektive verloren. Sie sind schlecht ausgestattet und haben keinen richtigen Marktzugang – aber in ihrer Heimat lässt sich ein fantastischer Arabica-Kaffee anbauen.
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COMSA – Kaffee aus Honduras



1804 wurde in Honduras der erste Kaffee kultiviert. Mittlerweile ist daraus ein wichtiges Standbein der honduranischen Ökonomie geworden. Nach offiziellen Zählungen gibt es rund 120.000 Landwirte, die im Kaffeeanbau tätig sind. Fast alle davon sind Kleinbauern mit zwei bis drei Hektar großen Parzellen. Sie können ihren Kaffee in aller Regel nicht selbst exportieren, sondern verkaufen ihn an Zwischenhändler, sogenannte Coyoten. Einige Bauern haben sich jedoch organisiert und eigene Exportmöglichkeiten geschaffen – so auch die Bauern der Vereinigung „Café Organico Marcala S.A.“ (COMSA).

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FAPECAFES – Kaffee und mehr aus Ecuador



Die Federación Regional de Asociaciones de Pequeños Cafetaleros Ecológicos del Sur (FAPECAFES) hat den Kaffeeanbau in der Region Puyango wiederbelebt, indem sie konsequent auf hohe Qualität gesetzt hat.

Der direkte Export ihres Qualitätskaffees macht die isolierten Bauernfamilien an den Westhängen der Anden stolz und ist für sie eine besondere Anerkennung ihrer harten Arbeit. Gepaart mit dem wirtschaftlichen Erfolg der Vereinigung ist FAPECAFES zu einem Vorzeigebeispiel für genossenschaftliche Strukturen in Ecuador geworden.

Seit 2003 unterstützen wir ihre Vision von Agrarökologie. Dabei hat die Vielfalt der Parzellen immer eine große Rolle gespielt und neben Kaffee viele weitere Produkte hervorgebracht: Von FAPECAFES stammen die Zutaten für Maniok-Chips und unsere Kochbananenchips.

Spezialitätenkaffee statt Niedergang des Kaffeeanbaus

Ecuadorianischer Kaffee leidet unter einem schlechten Ruf, sodass auch die Verkaufspreise entsprechend niedrig ausfallen und oft etwa 20 Prozent unter den internationalen Preisen liegen. Die Kaffees wurden früher trocken aufbereitet und hatten dadurch oft einen recht erdigen Geschmack. Sie waren für minderwertige Mischungen geeignet, nicht aber für den Spezialitätenmarkt.

Starke Preisschwankungen führten dazu, dass einige Bauern sich nur in den Jahren die Mühe machten, ihren Kaffee zu ernten, in denen die Preise hoch genug waren, um die Produktionskosten zu decken. Der Kaffeeanbau ging sukzessive immer weiter zurück, nicht zuletzt auch durch die starke Landflucht in der Region beschleunigt.

Dabei bringt die Region unter anderem wegen der Höhenlage eigentlich ideale Voraussetzungen für den Kaffeeanbau mit. 1997 schlossen sich deswegen Kaffeebauern der Region zusammen, um die Qualität ihres Kaffees zu verbessern. Sie pflückten ausschließlich die reifen Kaffeekirschen, kontrollierten den Fermentationsprozess und erhöhten mit der nassen Aufbereitung deutlich die Qualität.

Zunächst verkauften die Bauern ihre Ernte an lokale Exporteure, aber 1999 nahmen sie den Export selbst in die Hand und konnten ihre Erträge dadurch stark erhöhen.

Unsere Geschichte mit FAPECAFES

PROCAP, eines der FAPECAFES-Mitglieder exportierte 2001 den ersten Kaffee unter Fairtrade-Bedingungen. ETHIQUABLE war einer der ersten kommerziellen Partner von PROCAP und hat die Kooperative damit in einer Zeit unterstützt, in der es weltweit eine große Krise auf dem Kaffeemarkt gab. Die Preise waren ins Bodenlose gefallen und viele Produzenten mussten aufgeben.

Der Faire Handel machte es möglich, den FAPECAFES-Produzenten das 2- bis 3-fache des Preises zu zahlen, der zu dieser Zeit von lokalen Händlern erhoben wurde. Es entstanden weitere Genossenschaften, die dann 2003 gemeinsam mit PROCAP den Verband FAPECAFES gründeten. In den Folgejahren wurden weitere Kooperativen ins Netzwerk des Verbands aufgenommen. Der ETHIQUABLE-Kaffee kommt jedoch nach wie vor bevorzugt von PROCAP.

Kaffeebauern mit überschaubaren Parzellen

Die meisten Produzenten der Kooperativen bauen nur wenig Kaffee an. Sie bewirtschaften Parzellen mit einer Größe zwischen 0,5 und 3 Hektar und ernten jährlich weniger als 500 kg Rohkaffee. Die Subsistenzwirtschaft spielt fü sie also eine große Rolle. Zusätzlich zum Kaffee kultivieren sie viele andere Nutzpflanzen, um ihre Familie mit Lebensmittelmitteln zu versorgen. Nur etwa 15 Prozent der Erzeuger bauen auf mehr als 4 Hektar Fläche Kaffee an und werben für die Erntezeit zusätzliche Helfer an. Sie produzieren in der Regel 1000 bis 4000 kg Kaffee pro Jahr.

Aufgrund der höheren Preise im Fairen Handel waren viele Bauern in den letzten Jahren motiviert, ihre Parzellen zu renovieren und die Erträge zu steigern. Einige von ihnen ernten auf derselben Fläche nun etwa doppelt so viel Kaffee wie früher.

Etwa die Hälfte der Produzenten haben kleine Weiterverarbeitungszentren errichtet, in denen sie den Kaffee nach der Ernte entpulpen, waschen und trocknen. Kleinere Produzenten in abgelegenen Regionen erledigen diese Arbeit zu Hause. Die finalen Aufbereitungsschritte erfolgen dann im Zentrum von FAPECAFES, das 2006 in Catamayo errichtet wurde.

Einen Sonderstatus nehmen in gewisser Weise die Produzenten von APEOSAE und APECAP ein. Denn sie profitieren vom feuchten Klima der Amazonas-Region und ernten bis zu einer Tonner Kaffee pro Hektar, also viel mehr als in den anderen Gebieten. Das besondere Mikroklima erlaubt es ihnen, die Kaffeeernte über 6 Monate im Jahr zu verteilen.

Import weiterer Produkte von FAPECAFES

FAPECAFES legt großen werden auf die Diversität der Parzellen seiner Mitglieder. Neben Kaffee sind daher nach und nach auch weitere exportfähige Produkte hinzugekommen, zum Beispiel Erdnüsse, Früchte und Kochbananen. ETHIQUABLE unterstützt diesen Weg und entwickelt daher in Europa immer mehr Produkte, die auf den Zutaten von FAPECAFES basieren.

Die Auswirkungen des Fairen Handels

1. Ein einträglicher und stabiler Preis

Dank des Fairen Handels und eines lukrativen Preises konnte der Erzeugerverband sehr strenge Spezifikationen festlegen, um eine gleichbleibend hohe Qualität des Kaffees zu garantieren. Heute verkaufen PROCAP und die anderen FAPECAFES-Genossenschaften mehr als 90 Prozent ihrer Ernte an den Fairen Handel und die Importeure von Spezialitätenkaffee.

Durch diese starken Partnerschaften haben die Produzenten die beispiellose Krise auf dem Kaffeemarkt überstanden, die von 2000 bis 2004 zu Weltmarktpreisen von 1,10 bis 1,50 Dollar pro kg führte. Damit konnten die Produktionskosten nicht einmal ansatzweise gedeckt werden.

2. Politische und wirtschaftliche Stärkung der Organisation

Der Export ihres Spezialitätenkaffees macht die Bauern stolz. Gepaart mit dem wirtschaftlichen Erfolg und dem schnellen Wachstum von FAPECAFES entstand daraus eine starke Position der Kooperativen. Sie werden als Stimme der Kleinbauern wahrgenommen.

Die FAPECAFES-Basisgenossenschaften wachsen weiter und in den benachbarten Regionen entstehen neue Verbände. Dadurch entstehen auch neue Dienstleistungen, von denen alle Kooperativen profitieren. Zu gibt es inzwischen beispielsweise einen verbesserten Zugang zu Krediten.

3. Erhalt der Agroforstsysteme

Die Arbeit der FAPECAFES-Bauern ist der Gegenentwurf zur industriellen Landwirtschaft. Die kleinen Familienbetriebe erhalten große Bäume oder forsten mitunter sogar wieder auf. Denn der Wald liefert Schatten für die Kaffeespflanzen und die Fruchtbarkeit des Bodens wird durch die Deckschicht aus Blättern und Zweigen erhalten. Die Agroforstsysteme sorgen für eine große Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren.

Die Kooperativen bieten regelmäßig Schulungen an und beschäftigen Mitarbeiter, die auf dem Land unterwegs sind, um die Bauern zu beraten. Dabei geht es zum Beispiel um Kompostierung oder vorbeugende Schädlings- und Krankheitskontrolle mit biologischen Mitteln.

 

In aller Kürze

  • Partner seit 2003
  • FAPECAFES ist der Zusammenschluss von 5 Genossenschaften mit mehr als 1.200 Kleinproduzenten.
  • Kleinbauern mit kleinen Parzellen zwischen 0,5 bis 3 Hektar Größe
  • extrem diversifizierte Parzellen: Kaffee, Maniok, Arakacha, Zitrusfrüchte, Erdnüsse und mehr

Vor Ort

Unser Mitarbeiter Nicolas Eberhart (Agrarwissenschaftler) hat das Projekt mitinitiiert und begleitet es vor Ort.

Produkte von FAPECAFES bei ETHIQUABLE

Weltkarte

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